

Gruselfans aufgepasst! Unheimliche Gespenster, blutrünstige Vampire oder Feste für die Toten: Diese Städte lehren nicht nur an Halloween das Fürchten.


Am Samstag, 31. Oktober 2026, zieht die zu Samhuinn, dem keltischen Neujahr, durch Edinburgh. Es gibt Fackeln, Trommeln und Akrobatik, und der Winterkönig nimmt dem Sommerkönig die Krone ab. Als Ort nennt ScotRail den Calton Hill. Der Zugang läuft über Tickets, Details bekommen nur angemeldete Gäste. Wer hinwill, registriert sich früh. Das Edinburgh Horror Festival, sonst fester Teil des Oktobers, macht 2026 Pause. Ob es 2027 weitergeht, entscheiden die Organisatoren Ende des Jahres. Die Geistertouren und Pub-Crawls laufen davon unberührt.
Edinburgh braucht ohnehin keinen Anlass zum Gruseln. Unter der Altstadt liegen die und , und wer dort unten war, sieht die hübsche Stadt darüber mit anderen Augen. Im Oktober hilft das Wetter nach: früh dunkel, feucht, die mittelalterlichen Gassen im Nebel. Am bequemsten gruselst du im Geisterbus der : ein restaurierter Doppeldecker, ein Schaffner mit düsteren Absichten und Halt an den verfluchtesten Ecken der Stadt, serviert mit einer Prise schottischem Humor.
Im Oktober liegt morgens Nebel über der Moldau, und die Altstadt sieht aus, als hätte jemand die Kulisse für einen Gruselfilm aufgebaut und vergessen, sie wieder abzubauen. Das passt: Um 1600 war Prag die Hofstadt Kaiser Rudolfs II., der Alchemisten für sich arbeiten ließ. Das und das erzählen davon. Geisterführungen gibt es in Prag in Hülle und Fülle, dazu Gruseltheater und Lesungen aus der Welt des Gothic Horror. Rund um den 31. Oktober feiern Bars und Clubs in der Altstadt Halloween, mit passenden Drinks.
Und dann der Absinth. In der mitten in der Altstadt kommt er in giftgrünem Licht auf den Tisch, mit der vielleicht finstersten Vergangenheit aller Getränke. Gesitteter geht es in zu: viktorianisch, mit Cocktails wie Black Sun und Alice in Wonderland. Sitzt dort neben dir jemand auffallend still an der Bar, kann das ein Geist sein.




Das läuft 2026 von Freitag, 23., bis Montag, 26. Oktober, über das Bank-Holiday-Wochenende. Dracula-Autor Bram Stoker wurde 1847 in Dublin-Clontarf geboren, und die Stadt lässt es sich gern anmerken. Auch Halloween hat hier Wurzeln, denn es geht auf das keltische Samhain zurück. Das Festival macht daraus jedes Jahr ein Gruselkabinett für die ganze Stadt, mit Theater und Konzerten, Spektakeln auf der Straße, Programm für Familien und vielen Angeboten umsonst. Die Nachfrage ist groß, und Wartelisten gibt es 2026 nicht. Wer dabei sein will, bucht früh.
Außerhalb des Festivals lohnt die . Sie erzählt von der brutalen Geschichte der Stadt, von Hexen über Mörder bis zu Kannibalen. Makaber und sehenswert ist auch die Gruft der St. Michan's Church nahe der Altstadt: Dort liegen mumifizierte Leichen.
Im Oktober zeigt sich London von seiner mystischen Seite: Nebelverhangene Straßen und düstere Ecken der Metropole wirken im Herbst extra stimmungsvoll und machen die City zum perfekten Reiseziel für Fans von Mystery, Krimis und Magie.
Magisches London für Harry Potter-Fans:
London diente J.K.Rowling als Inspirationsquelle für viele Schauplätze und einige Drehorte befinden sich direkt in London. Gerade zur Herbstzeit hat man das Gefühl, man schlendere zwischen den Seiten, auf eigene Faust oder innerhalb der geführten Touren. Besonders beeindruckend: Die bei Warner Bros. Während der Halloween-Zeit verwandelt sich das Set unter dem Motto „Dark Arts“ in eine schaurig-magische Kulisse – inklusive fliegender Kürbisse, Todesser-Kostüme und dem verbotenen Wald bei Nacht.
In der Stadt selbst ermitteln die Spürnasen. Jack-the-Ripper-Touren führen durchs East End, das Sherlock Holmes Museum steht in der 221B Baker Street, und die zeigen, wie gut du Rätsel knackst. Danach passt ein Afternoon Tea. Viele servieren ihn zu Halloween mit erschreckend leckeren Törtchen.




Der ist seit 1843 ein Ort für Karussells und gute Laune. Vom 2. Oktober bis 1. November 2026 wird er zum Gruselpark: Über 20.000 Kürbisse stehen zwischen den Fahrgeschäften, zwei Gruselhäuser warten auf Mutige, und am See laufen abends die Halloween-Illuminationen mit Laser, Feuer, Rauch, Wasser und Musik. Im Pagoda-Pavillon kocht bis 1. November das belgische Restaurant Zilte als Gast.
Wen das noch nicht genug gruselt, der steigt hinab in die . Der ehemalige Wasserspeicher liefert seit 1933 kein Trinkwasser mehr und zeigt heute Kunst zwischen Tropfsteinen. Dunkle Gewölbe und feuchte Luft gibt es gratis dazu. Das stellt bei gedimmtem Licht Organpräparate und Skelette aus und erinnert damit an „Frankenstein".
Die Stadt der Liebe kann auch anders. Vom 26. September bis 1. November 2026 gehört der beim Disney Halloween Festival den Schurken. Die Halloween-Parade zieht durch den Park, abends gibt es eine Show am Dornröschenschloss, und im Geisterhaus Phantom Manor wartet der Nervenkitzel für Mutige. Das Festival ist im Parkeintritt enthalten. Der zweite Park heißt übrigens seit 29. März 2026 Disney Adventure World, vorher war er der Walt Disney Studios Park.
Ohne Disney, aber mit Knochen: Die sind das ganze Jahr geöffnet. Ab 1786 brachte man Gebeine aus den überfüllten Friedhöfen der Stadt in die alten Steinbrüche. Heute liegen dort rund sechs Millionen Tote, Schädel und Knochen zu Mustern gestapelt. Nichts für schwache Nerven.




In Spanien ist der 1. November Allerheiligen, der „Día de Todos los Santos". In Katalonien trifft sich die Familie am Abend davor zur Castanyada und isst geröstete Maroni, Süßkartoffeln und Panellets, kleine Mandelküchlein mit Pinienkernen. Früher läuteten dazu bis in den Morgen die Glocken, zu Ehren der Verstorbenen. 2026 fällt der 1. November auf einen Sonntag. Im Herbst gibt es die Spezialitäten an vielen Straßenständen der Stadt.
Wer es lauter mag, fährt eine Autostunde südlich zum . Dort läuft vom 19. September bis 15. November 2026 die Halloween-Saison, mit fünf Gruselhäusern, einer Parade und nachts der Show „Horror en el Lago". Neu ist „El Carnicero de Penitence" im Wild-West-Teil. Die Gruselhäuser lassen sich einzeln oder mit dem Halloween Passport buchen.
Wer nicht bis Halloween warten will, hat in Berlin Glück. Richtig laut wird es im bei Potsdam: Die Horrornächte laufen 2026 an zehn Terminen, jeweils freitags und samstags (9./10., 16./17., 23./24. und 30./31. Oktober sowie 6./7. November), und nachts wird das Filmgelände zum Gruselgelände mit Labyrinthen und Monsterzonen. Karten gibt es online, beliebte Termine sind schnell vergriffen. Das ganze Jahr geöffnet ist das Berlin Dungeon, das mit Schauspielern, Spezialeffekten und Fahrattraktionen durch die finstere Peststraße führt. Mehr Berliner Geschichte steckt in der , in Schutzbunkern aus dem Zweiten Weltkrieg und in Fluchttunneln unter der Mauer.
Auch Hamburg gruselt ohne Saisonpause. Der Hamburg Dungeon führt ganzjährig durch den großen Brand, und zu Halloween gibt es in beiden oft eigene Shows. Wer lieber an der frischen Luft gruselt, geht ins Eppendorfer Moor im Norden der Stadt. Der Spaziergang durch das Naturschutzgebiet lohnt sich vor allem in der Dämmerung, wenn gespenstischer Nebel über dem Moor liegt.


In allen neun Städten wartet ein Motel One. Such dir deinen Grusel aus, buch das Zimmer, und schlaf danach gut. Nach einer Nacht voller Geister hast du das verdient.