Jonas Denzel x Motel One Karlsruhe

Moderne Hotelbar mit langem Tresen, stilvollen Barhockern und atmosphärischer Beleuchtung. Wand hinter der Bar dekoriert mit beleuchteten, großen Buchstaben in monochromem Design, schafft urbanes, trendiges Ambiente zum Entspannen und Genießen.
Jonas Denzel verbindet Projection Mapping mit Rhythmus. Der Karlsruher Medienkünstler und Schlagzeuger lässt sein Publikum Teil seiner Projektionen werden, so auch bei „dancing rights“ im Motel One Karlsruhe: Dort fließen die Grundrechte als Typografie in Schwarz und Weiß durch die Hotelbar.
Moderne Hotelbar mit langem Tresen, stilvollen Barhockern und atmosphärischer Beleuchtung. Wand hinter der Bar dekoriert mit beleuchteten, großen Buchstaben in monochromem Design, schafft urbanes, trendiges Ambiente zum Entspannen und Genießen.
Porträt eines lächelnden Mannes in legerem Hemd vor schlichtem, dunkelblauem Hintergrund, vermittelt Freundlichkeit und Offenheit.

Steckbrief

  • geboren 1990, lebt und arbeitet in Karlsruhe
  • Filmemacher und Medienkünstler mit Fokus auf Projection Mapping, Videoinstallation und Dokumentarfilm
  • Auszeichnungen u. a.: Art Directors Club Germany (2019, „hands-on“), Genius Loci Weimar (2019), IMAPP Bukarest (2021), Publikumspreis in Pécs (2024), Kunstpreis des Kunstvereins Langenfeld (2024)
  • Gründer von BEAMBIKE, einem Projekt, das Projection Mapping flexibel und für alle zugänglich macht
  • als Künstler und Schlagzeuger nutzt er Rhythmen und Muster für interaktive Projektionen, in denen das Publikum Teil der Werke und ihrer Orte wird

7 Fragen an Jonas

Wie lautet der Titel deines Kunstwerks? Was ist die besondere Bedeutung dahinter?
Dancing rights (2026). Das Werk steht für Tanz und Bewegung in Verbindung mit unseren Grundrechten. Mir war es wichtig, das Thema Recht in einem lebendigen Rahmen zu inszenieren, bei dem ein dynamischer Dialog zwischen Körper und Raum entsteht

Was sind die zentralen Elemente, und welche Botschaft oder Emotion möchtest du damit vermitteln?
Die Grundrechte treten mit uns täglich in Interaktion und bestimmen unser gesellschaftliches Leben. Ohne sie wäre eine demokratische Gesellschaft mit humanistischen Werten nicht möglich. Die Installation „dancing rights“ verarbeitet auf spielerische Weise alle 19 Grundrechte. Die Paragraphen werden aus ihrem konventionellen Umfeld gelöst und in einem neuen Kontext typografisch inszeniert. Es entsteht eine Entfremdung, die einen neuen Fokus auf die wesentlichen Rechte zulässt – ein typografischer Tanz in schwarz und weiß zwischen Recht und Unrecht.

Was hat dich inspiriert, dieses Kunstwerk zu schaffen?
Als wesentliche Inspiration dient die Stadt Karlsruhe selbst. Karlsruhe ist zugleich Stadt der Medienkunst (UNESCO City of Media Arts) und Stadt des Rechts: Als Sitz des Bundesverfassungsgerichts und des Bundesgerichtshofs steht die Stadt in besonderer Weise für die Auseinandersetzung mit demokratischen Grundrechten. Dieses Spannungsfeld bildet die inhaltliche und gestalterische Grundlage des Werks.

Moderne Hotelbar mit stilvoller Beleuchtung, vielfältiger Getränkea Auswahl und komfortablen Barhockern vor einer Wand mit künstlerischer Schriftgestaltung. Einladende Atmosphäre für entspannte Abende und geselliges Beisammensein.
Moderner Hotelbarbereich mit stilvoller Sitzgruppe und schwarzer Bar. Wand hinter der Bar ist mit leuchtenden, weißen Buchstaben und Textfragmenten auf schwarzem Hintergrund gestaltet, schafft eine kreative und einladende Atmosphäre.

Welche Materialien und Techniken haben Sie für das Kunstwerk verwendet?
Für das Kunstwerk wurden Projektionstechnologie, sensorbasierte interaktive Technik sowie Material- und Drucktechnik eingesetzt. Aus der Projektion wurden gezielt einzelne Bildmomente extrahiert. Diese Momentaufnahmen dienen als Ausgangspunkt einer eigenständigen Serie, die die flüchtigen Zustände der Installation in statische Kompositionen überführt.

Gibt es besondere Geschichten oder Herausforderungen, die während der Entstehung des Kunstwerks aufgetreten sind?
Herausfordernd in diesem Kontext war, ein Kunstwerk zu schaffen, das einerseits für sich selbst steht und sich gleichzeitig in das Interieur und das Corporate Design des Hotels einfügt. Dieses Zusammenspiel aus künstlerischer Eigenständigkeit und räumlicher Integration war ein zentraler Teil des Gestaltungsprozesses.

Wie kam der Auftrag zustande? Was hat Sie dazu bewegt, an diesem Projekt teilzunehmen?
Der Auftrag entstand aus meiner Verbindung zur Heimatstadt Karlsruhe und meiner künstlerischen Praxis im Bereich Projection Mapping und Medienkunst. Durch meine Arbeiten, unter anderem für die Schlosslichtspiele Karlsruhe, wurde Motel One auf mich aufmerksam. Daraus entstand die Anfrage, ein ortsbezogenes Werk für das Motel One in Karlsruhe zu entwickeln.

Inwiefern spiegelt Ihr Werk die Atmosphäre, den Stil oder die Philosophie von Motel One oder des Standorts wider?
Die Hotelbar mit Drinks, Gesprächen und Bewegung bildet den idealen Kontext für das Verfließen des Textes. Wie die Flüssigkeiten im Raum ist auch das soziale Geschehen ständig im Umlauf – nichts bleibt stabil, alles befindet sich im Übergang. Diese Atmosphäre überträgt sich direkt auf die Projektion: Der Text reagiert auf die Dynamik und das Publikum im Raum, löst feste Konturen auf, fließt und formiert sich immer wieder neu. So wird die „Flüssigkeit“ der Bar selbst, von Getränken bis zu Begegnungen, zur gestalterischen Grundlage des Werkes.